Finanzierung/Wohnen

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Wohnheimzimmersuche

Vorsicht ist geboten, bei Beantragung von Leistungen!

Formblätter und Anschreiben

Nützliche Bafög Links

Bafög Sperrfächer

GEZ Befreiung

Thema Kindergeld

Stipendien

 

Wohnheimzimmersuche

Das Wohnheim

Das Studierendenwohnheim der THGA (Westhoffstr. 15) befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hochschulgebäude. Angeboten werden sowohl Appartements (bestehend aus Zwei Zimmern und Kochnische / Sanitärbereich) als auch Einzelzimmer (mit anteiliger Benutzung der Kochnische / des Sanitärbereichs). Die Vermietung erfolgt unmöbliert.

Der Mietpreis für das Appartement beträgt monatlich € 360,00 (einschl. Nebenkosten). Eine Überlassung des zweiten Zimmers zur Nutzung durch einen Mitbewohner ist grundsätzlich gestattet. Einzelheiten werden im Mietvertrag geregelt sein. Für ein einzelnes Zimmer wird ein Mietpreis von € 190,00 monatlich (einschl. Nebenkosten) erhoben.

Diese Mietpreise sind auf der Basis einer Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelt worden und entsprechen im Hinblick auf den durch die Renovierungsmaßnahmen gebotenen höheren Wohnkomfort den ortsüblichen Mieten für vergleichbaren Wohnraum.

Bei Mängeln und Problemen, könnt ihr euch auch gerne im AStA der THGA Bochum melden.

Bewerbungsformular für Wohnheimplätze

Bewerbung Wohnheim Bewerbungsformular im Excel-Format

Wohnheimverwaltung

Wohnungsverwaltung der DMT-LB Herner Straße 45 Gebäude 1, Raum K 020 44787 Bochum

Tanja Lichtblau

Tel: 0234/968-8240

E-Mail: studiwohnen@dmt-lb.de

 

Vorsicht ist geboten, bei Beantragung von Leistungen!

Seit Beginn letzten Jahres wurde den Beziehern/innen der Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetzes näher auf den Zahn gefühlt und dabei eine Unzahl an Fällen aufgedeckt in denen Leistungen zu Unrecht erschlichen wurden.

Für die Allgemeinheit bedeutet das, dass auch zukünftig verschärft auf Berechtigungen geachtet wird und Kontrollen durchgeführt werden. Für den Einzelnen, der in die Situation von zu viel empfangenen Leistungen aufgrund fälschlicher Angaben in den Formularen geraten ist und ertappt wurde, dass der- oder diejenige zum einen diese Leistungen zurückzahlen muss und zudem strafrechtlich verfolgt wird und mit einer Anzeige zu rechnen hat.

Also bitte nur Angaben machen die den Tatsachen entsprechen und im Zweifelsfall Hilfe im AStA erbitten.

Formblätter und Anschreiben

Hier sind alle Anträge verlinkt die ihr für die Beantragung des Bafög’s benötigt.

Formloser Antrag (PDF, 40KB)
Formblatt 1, inkl. Erläuterungen (PDF, 417KB)
Formblatt 1, Anlage (PDF, 89KB)
Formblatt 2 (PDF, 129KB)
Formblatt 3, inkl. Erläuterungen (PDF, 457KB)
Formblatt 4 (PDF, 196KB)
Formblatt 5, inkl. Erläuterungen (PDF, 92KB)
Formblatt 6 (PDF, 309KB)
Formblatt 7, inkl. Erläuterungen (PDF, 230KB)
Formblatt 8 (PDF, 155KB)

Achtung: Bei den Links handelt es sich um externe Verlinkungen zur Akafö Webseite! Sollten die Links nicht mehr funktionieren, schickt bitte eine Info an uns! Durch diese Verlinkung können wir gewährleisten dass ihr immer die aktuellen Formulare erhaltet.

Nützliche Bafög Links

Hier findet ihr alle nützlichen Links für das Bafög und darüber hinaus!

Wir sind nicht für die weiterverlinkten Inhalte verantwortlich, ihr verlasst die AStA Seite beim Folgen des Links!

www.akafoe.de – Der Klassiker – der Link zum Bochumer Studentenwerk, hier findet ihr alle relevanten Informationen, insbesondere auch die Sprechstundenzeiten eures zuständigen Sachbearbeiters.

Bafög – Weitere gute Seite, die sich mit dem Thema rund ums Bafög beschäftigt .

Weitere Links werden folgen!

Bafög Sperrfächer

Wie ihr alle wisst, gibt es Bafög Sperrfächer-ihr müsst nach 4 Semestern einen Leistungsnachweis bringen-also nachweisen, ob ihr für den von euch gewählten Studiengang geeignet seid. Diesen Nachweis erhaltet ihr auf Antrag im Studierendensekreteriat.

Wissenschaftsbereich I

Diplom-Studiengang Allgemeine Vermessung, Berg- und Ingenieurvermessung

  1. Höhere Mathematik
  2. Datenverarbeitung und numerische Methoden
  3. Grundlegende Messverfahren
  4. Instrumentenkunde

Diplom-Studiengang Rohstoffe und Geotechnik

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik
  3. Technische Mechanik / Maschinenelemente
  4. Geologie

Bachelor Technische Betriebswirtschaft:

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik
  3. Einführung in die BWL und VWL

Bachelor Steine und Erden:

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Chemie
  3. Geologie und Rohstoffwirtschaft

Bachelor Geotechnik und Angewandte Geologie:

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Chemie
  3. Geologie
  4. Grundlagen Vermessungswesen

Bachelor Vermessung und Liegenschaftsmanagement:

  • Schwerpunkt Vermessung
  1. Höhere Mathematik
  2. Physik
  3. Grundlegende Messverfahren
  4. Instrumentenkunde
  • Schwerpunkt Liegenschaftsmanagement
  1. Höhere Mathematik
  2. Physik
  3. Informatik und Standardsoftware
  4. Graphische Datenverarbeitung

Wissenschaftsbereich II

Diplom-Studiengang Maschinentechnik

  • Studienrichtungen Allg. Maschinentechnik, Produktions-und Qualitätsmanagement und Zukunftsenergien
  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Chemie
  3. Werkstofftechnik
  4. Statik und Festigkeitslehre
  • Studienrichtungen Qualitäts- und Umweltmanagement und Technische Betriebswirtschaft
  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Chemie
  3. Werkstofftechnik
  4. Techn. Mechanik und Maschinenelemente

Diplom-Studiengang Verfahrenstechnik

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Chemie
  3. Werkstofftechnik
  4. Technische Wärmelehre

Bachelor-Studiengänge (ältere Studienordnungen)

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Chemie für Ingenieure
  3. Werkstofftechnik
  4. Statik und Festigkeitslehre

Bachelor-Studiengänge (Studienordnung 2007)

  1. Höhere Mathematik
  2. Naturwissenschaften & Elektrotechnik
  3. Informatik & Standardsoftware

Wissenschaftsbereich III

Diplom-Studiengang Elektro- und Informationstechnik

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Bauelemente
  3. Grundgebiete der Elektrotechnik
  4. Elektrische Messtechnik

Bachelor-Studiengang Technische Betriebswirtschaft / Elektrotechnik

  1. Höhere Mathematik
  2. Experimentalphysik
  3. Grundgebiete der Elektrotechnik I
  4. Grundgebiete der Elektrotechnik II

Bachelor-Studiengang Elektro- und Informationstechnik

  1. Höhere Mathematik
  2. Physik und Bauelemente der Elektrotechnik
  3. Grundgebiete der Elektrotechnik

 

Bei Fächern die aus 2 Teilfächern (TFP) bestehen müssen beide Teile bestanden sein (Beispiel Mathe 1+2).

GEZ Befreiung

Ab dem 01.04.2005 läuft die GEZ Befreiung nicht mehr über das Sozialamt, befreien lassen können sich nur noch Bafög Empfänger-dazu einfach die Bafög Bescheinigung zur GEZ nach Köln schicken.

Alle anderen Studenten sind ab diesem Termin voll Zahlungspflichtig!

Der einzige Weg die “lästigen” GEZ “Drücker” an der Tür loszuwerden ist also zu zahlen, oder die TV/Radio Geräte zu verkaufen. (Dann aber keine Garantie, dass ihr nicht doch besuch bekommt).

Thema Kindergeld

Das wichtigste in Kürze vorab :

  • Das Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die dazu beitragen soll, den Lebensunterhalt von Kindern zu sichern.
  • Anspruchsberechtigt sind in der Regel die Eltern.
  • Leisten die Eltern keinen oder nur sehr wenig Unterhalt, kann das Kind die Auszahlung des Geldes an sich selbst beantragen (sog. Abzweigung).
  • Für Kinder über 18 Jahre gibt es nur dann Kindergeld, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Insbesondere kann für Kinder, die sich in Ausbildung befinden, weiterhin Kindergeld bezogen werden. In diesem Fall endet der Kindergeldanspruch spätestens mit dem 25. Geburtstag des Kindes. Zeiten des Wehr- bzw. Zivildienstes verschieben das Ende des Kindergeldanspruchs entsprechend nach hinten.
  • Auch während einer Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten (z.B. zwischen Schulabschluss und Studienbeginn) kann es Kindergeld geben. Allerdings darf der Zeitraum nicht länger als vier Monate dauern.
  • Seit 2012 entfällt die Einkommens- und Bezügegrenze. Bei Kindern, die eine erste Berufsausbildung oder ein Erststudium absolvieren, wird nicht mehr geprüft, wie hoch ihr Einkommen ist. Wer noch eine Ausbildung hinten dran hängt, kann auf Kindergeld hoffen, wenn er weniger als 20 Stunden pro Woche jobbt, sich in einem Ausbildungsdienstverhältnis befindet oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht.
  • Bis einschließlich 2011 wurde Kindergeld nur gewährt, wenn das Kind im Kalenderjahr unter der Einkommensgrenze von 8.004 Euro geblieben war. Dabei wurde nur das Einkommen solcher Kalendermonate berücksichtigt, in denen eine Kindergeldberechtigung besteht. BAföG zählte mit dem Zuschussanteil als Einkommen (beim Studierenden-BAföG also zu 50%, beim Schüler-BAföG zu 100%). Achtung: Die Einkommensgrenze sank mit jedem Monat eines Kalenderjahres, in dem keine Kindergeldberechtigung bestand, um ein Zwölftel.
  • Die Höhe des Kindergeldes beträgt seit dem 1.1.2010 für das 1. und 2. Kind 184 Euro im Monat, für das 3. Kind 190 Euro und für das 4. und jedes weitere Kind 215 Euro.
Änderung 2012!Es entfällt die Einkommens- und Bezügegrenze bei volljährigen Kindern. Für Kinder, die weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen haben, fällt die Prüfung von Einkommen und Bezügen ersatzlos weg. Kinder, die dagegen schon eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben und an sich Kindergeld bekommen könnten, werden nur dann berücksichtigt, wenn sie keiner “schädlichen” Erwerbstätigkeit nachgehen. Mehr dazu unter Punkt 4e.

1. Zweck des Kindergeldes

Das Kindergeld ist eine staatliche Leistung für Kinder an ihre Eltern: Es soll dazu beitragen, den Lebensunterhalt von Kindern zu sichern, indem ihre Eltern finanziell entlastet werden. Genau genommen soll ein Teil des elterlichen Einkommens zugunsten der Kinder steuerfrei bleiben und das Kindergeld ist ein Weg, dies zu erreichen: Mit ihm wird den Eltern monatlich ein entsprechender Steueranteil auf ihr Einkommen ausgezahlt (sog. Steuervergütung). Alternativ können ihnen Steuerfreibeträge für die Kinder gewährt werden (seit 2010 insgesamt 7.008 Euro/Jahr). Welche Variante für sie günstiger ist, wird vom Finanzamt jedes Jahr automatisch im Zusammenhang mit der Einkommensteuererklärung geprüft.

2. Kinder in Ausbildung

a) Welche Kinder befinden sich “in Ausbildung”?

Seid Ihr über 18 Jahre alt, können Eure Eltern insbesondere dann Kindergeld für Euch erhalten, wenn und solange Ihr Euch “in Ausbildung” befindet. Ob es sich um die erste, zweite oder dritte Ausbildung oder Weiterbildungsmaßnahme handelt, spielt keine Rolle. Auch ist gleichgültig, ob Ihr eine betriebliche Ausbildung, Schul- oder Hochschulausbildung macht. Vielmehr genügt es, wenn Eure Ausbildung auf ein bestimmtes Berufsziel ausgerichtet ist und notwendige, nützliche oder förderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Ausübung des angestrebten Berufs vermittelt. Darüber hinaus ist wichtig, dass Ihr die Ausbildung ernsthaft und zielstrebig betreibt. Selbst während der Ableistung eines freiwilligen Praktikums kann ein Anspruch auf Kindergeld bestehen. Details dazu hier.

Bis einschließlich 2011 war allerdings immer Vorsicht geboten: Auch wenn Ihr nach den genannten Kriterien “in Ausbildung” wart, konntet Ihr nur dann berücksichtigt werden, wenn Ihr nicht zu viel Einkommen hattet. Werdende Lehrer/innen und Juristinnen im Referendariat konnten aus diesem Grund in der Regel nicht mit Kindergeld rechnen. Gleiches galt für Auszubildende in Sozialberufen während des Anerkennungsjahres. Seit 2012 entfällt die Einkommensgrenze, die Bedingungen vereinfachen sich. Mehr dazu unter Punkt 4.e).

b) Altersgrenze

Für Kinder in Ausbildung gibt es grundsätzlich bis zu ihrem 25. Geburtstag Kindergeld.

Der Kindergeldbezug verlängert sich immer um die Zeit des Wehr-/Zivildienstes.

c) Unterbrechung der Ausbildung (z.B. Beurlaubung)

Müsst Ihr die Ausbildung vorübergehend wegen Krankheit oder während der Mutterschutzfristen unterbrechen, so hindert das den Bezug von Kindergeld nicht (ärztliche Bescheinigung erforderlich). Vorsicht jedoch: Wer länger als 6 Monate krank ist, wird nur dann weiterhin berücksichtigt, wenn er ein amts(!)ärztliches Attest vorlegt, aus dem hervorgeht, dass er die Ausbildung in absehbarer Zeit fortsetzen kann. (Ist dies nicht der Fall, ist ggfls. alternativ eine Berücksichtigung als behindertes Kind möglich.) Habt Ihr Euch wegen Krankheit beurlauben lassen und werdet Ihr vor Ablauf des Urlaubssemesters wieder gesund, können Eure Eltern auch in der Zeit bis zum Beginn des folgenden Semesters weiter Kindergeld beziehen. Habt Ihr Euch wegen der Geburt Eures Kindes beurlauben lassen, gilt Entsprechendes für die Kindergeldzahlung nach Ablauf der Mutterschutzfrist. Ihr seid also auch für die verbleibende Zeit des Urlaubssemesters nach Ablauf des Mutterschutzes kindergeldberechtigt, wenn Ihr die Ausbildung zum folgenden Semester wieder aufnehmt. Setzt Ihr die Ausbildung dagegen erst später fort, gibt es nur während der Mutterschutzfrist Kindergeld.

Wer sich beurlauben lässt, um im Ausland zu studieren, um ein Praktikum zu absolvieren oder um sich auf eine Prüfung vorzubereiten, bleibt ebenfalls in der Regel kindergeldberechtigt. Dagegen entfällt der Kindergeldanspruch, wenn Ihr Euch beurlauben lasst, um umfangreicher in studentischen Gremien mitzuarbeiten.

d) Wiederholung der Abschlussprüfung

Habt Ihr Eure Abschlussprüfung nicht bestanden und bereitet Ihr Euch nun auf den nächsten Versuch vor, so können Eure Eltern auch für die Zeit der Prüfungsvorbereitung Kindergeld für Euch beziehen. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn Ihr Euch zum nächstmöglichen Wiederholungstermin für die Prüfung anmeldet.

e) Vorbereitung auf eine Promotion

Die Vorbereitung auf eine Promotion zählt ebenfalls als Ausbildung, sofern sie sich an das erfolgreich abgeschlossene Studium anschließt und ernsthaft und nachhaltig erfolgt. Es kommt nicht darauf an, ob der von Euch gewählte Beruf eine Promotion zwingend vorschreibt. Auch wer “nur” deshalb promoviert, weil er seine Berufsaussichten verbessern möchte, befindet sich “in Ausbildung”.

Schließlich fallt Ihr auch nicht allein deshalb aus dem Kindergeldbezug heraus, weil Ihr während der Promotionsvorbereitung aufgrund eines (privaten) Stipendiums oder eines Jobs finanziell unabhängig seid. Man kann sich also auch “in Ausbildung” befinden, ohne auf Unterhaltsleistungen der Eltern angewiesen zu sein. Wer allerdings eine Promotionsstelle als Assistent/in an der Uni hat, wird meist so viel Geld verdienen, dass die Einkommensgrenze für den Bezug von Kindergeld überschritten wird. Etwas anderes gilt ab 2012. Dann ist nicht mehr entscheidend, wie viel Geld Ihr verdient, sondern ob Eure regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit unter 20 Stunden pro Woche liegt (dann gibt’s Kindergeld) oder nicht (dann gibt’s kein Kindergeld).

Achtung (galt nur bis Ende 2011): Wer nach dem Studienabschluss eine Promotionsstelle angenommen hatte, hatte mit großer Wahrscheinlichkeit im Kalenderjahr seines Hochschulabschlusses die Einkommensgrenze überschritten und damit auch rückwirkend die Kindergeldberechtigung in den letzten Monaten seines Studiums verloren. Die Folge: Das bereits erhaltene Kindergeld musste zurückgezahlt werden. Vgl. dazu unten 4a. Ab 2012 besteht dieses Problem nicht mehr, es gelten nur die unter 4e aufgezählten Bedingungen.

f) Vorübergehende volle Erwerbstätigkeit

Bis Mitte November 2006 fiel ein Kind aus der Kindergeldberechtigung heraus, wenn es während seiner Ausbildung vorübergehend Vollzeit erwerbstätig war (z. B. während der Semesterferien). Das ist seit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes vom 16.11.2006 (Az III R 15/06) anders (vgl. dazu den Newsletter April 2008 des BZSt). Nunmehr wird für jeden einzelnen Monat der Erwerbstätigkeit geprüft, ob die Voraussetzungen für ein “Kind in Ausbildung” zumindest an einem Tag des Kalendermonats vorgelegen haben. Wer also z. B. den Vollzeitjob beginnt, nachdem er gerade noch eine Prüfung fürs Studium absolviert hat, wird vermutlich keine Schwierigkeiten haben nachzuweisen, dass er sein Studium trotz Job ernsthaft und nachhaltig betreibt. Er/Sie wird kindergeldberechtigt bleiben. (Bis Ende 2011 musste man jedoch noch mit der Einkommensgrenze vorsichtig sein!) Werden die Voraussetzungen für ein “Kind in Ausbildung” verneint, entfällt die Berechtigung für die jeweiligen Monate – übrigens mit der Folge, dass auch das Einkommen aus diesen Monaten unberücksichtigt bleibt.

g) Verheiratete Kinder und Kinder mit eigenem Kind

Ein Kindergeldanspruch kann auch dann bestehen, wenn Ihr verheiratet seid oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt. Allerdings gilt dies nur dann, wenn Eure Eltern Euch weiterhin finanziell unterstützen, weil Eure eigenen Einkünfte und Bezüge nicht ausreichen und auch Euer Partner/ Eure Partnerin nicht genug hat, um Euch Unterhalt zu zahlen. Entsprechendes gilt für den Fall, dass Ihr von Eurem Partner getrennt lebt oder von ihm geschieden seid.

Auch wenn Ihr ein eigenes Kind bekommen habt, könnt Ihr nur dann weiterhin mit Kindergeld für Euch selbst rechnen, wenn der Vater des Kindes nicht genug Geld hat, um seiner Unterhaltspflicht Euch gegenüber nachzukommen. 3. Sonstige Kinder

Darüber hinaus gibt es Kindergeld in folgenden Fällen.

a) Arbeitsuchend gemeldete Kinder unter 21 Jahre

b) Auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz wartende Kinder unter 25 Jahre

Ist ein Kind noch unter 25, wird es auch dann berücksichtigt, wenn es eine Berufsausbildung (siehe oben unter 2a) mangels Ausbildungsplatz nachweislich nicht beginnen oder fortsetzen kann. Berücksichtigt werdet Ihr zunächst in dem Fall, dass Ihr bereits einen Ausbildungsplatz zugesagt bekommen habt, diesen aber noch nicht antreten könnt, weil z. B. das Schuljahr oder Semester noch nicht begonnen hat. Darüber hinaus aber auch dann, wenn Ihr noch keinen Ausbildungsplatz gefunden habt, Euch aber ernsthaft darum bemüht – und zwar zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Wer sich bewirbt wird ebenso berücksichtigt wie jemand, der sich noch nicht bewerben kann, weil z. B. die Bewerbungsfristen noch nicht begonnen haben (Beispiel: hochschulSTART.de). Zwei Beispiele findet Ihr auf Seite 40 der Dienstanweisung zum Familienleistungsausgleich (Stand 2011). So schön die Kindergeldberechtigung in den genannten Fällen ist – sie konnte bis Ende 2011 auch negative Folgen haben. Dann nämlich, wenn Ihr in der Warte-/Bewerbungszeit Einkommen erzielt hattet (z. B. Erwerbseinkommen oder ALG I). Dieses wurde nämlich beim Kindergeld mitgerechnet und führte u. U. dazu, dass Ihr die Einkommensgrenze im Kalenderjahr überschritten hattet (die inzwischen weggefallene Grenze betrug bis Ende 2011 noch 8.004 Euro netto bei 12 Monaten Kindergeldberechtigung). Die Folge: Ihr konntet den Kindergeldanspruch für das gesamte Kalenderjahr verlieren, auch wenn Ihr im gleichen Jahr Eure Ausbildung aufgenommen oder fortgesetzt hattet. Eine neue Chance auf Kindergeld gab es dann erst wieder im folgenden Kalenderjahr … Seit 2012 besteht das Problem mit der Einkommensgrenze nicht mehr, da diese entfallen ist. Kinder, die dann auf ihren Ausbildungs- oder Studienplatz warten und – wichtig – weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen haben, werden dann unabhängig von ihrem Einkommen berücksichtigt. Vollzeit jobben in der Wartezeit ist also gänzlich unschädlich. Hat das Kind dagegen schon eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen und wartet es nunmehr auf einen Platz für eine zweite Ausbildung oder ein Studium, wird es nur dann berücksichtigt, wenn es nicht überwiegend erwerbstätig ist, also regelmäßig weniger als 20 Stunden pro Woche arbeitet oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht.

c) Kinder unter 25 Jahre in der Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten

Wer die Altersgrenze von 25 Jahren noch nicht überschritten hat, wird außerdem berücksichtigt, wenn er sich in der Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befindet (klassisch: Wartezeit zwischen Abitur und Studium). Wichtig: Die Übergangszeit darf nicht länger als 4 Monate dauern. Eine Vollzeiterwerbstätigkeit in diesen 4 Monaten ist unschädlich. (Siehe oben unter 2a] die Ausführungen zum Urteil des BFH v. 16.11.2006) Ab 2012 gilt das Gleiche wie für Kinder, die auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz warten (siehe vorheriger Punkt b]).

d) Kinder in einem anerkannten Freiwilligendienst

Kindergeld gibt es außerdem für Kinder, die einen anerkannten Freiwilligendienst ableisten, z. B. ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen europäischen Freiwilligendienst. Für den Bundesfreiwilligendienst, der zum 1. Juli 2011 eingeführt wurde, gilt das Gleiche seit Dezember 2011.

e) Behinderte Kinder

Berücksichtigt werden schließlich Kinder, die aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage sind, sich selbst zu unterhalten, vorausgesetzt, die Behinderung ist vor dem 25. Lebensjahr eingetreten. (Eine Tätigkeit in beschützenden Werkstätten spricht nicht dagegen.)

Für Kinder, die ihren Wehr- oder Zivildienst absolvieren, konnten die Eltern kein Kindergeld beziehen.

Auch bei den sonstigen Kindern muss jeweils die Einkommensgrenze eingehalten werden. Siehe unten Punkt 4.

4. Die Einkommensgrenze beim Kindergeld (bis Ende 2011) / Regelung ab 2012

Zur Neuregelung ab 2012 siehe unten 4e. Die Punkte a) bis d) gelten nur für den Fall, dass Ihr Euch noch für die Regelung bis Ende 2011 interessiert.

a) Der sog. Fallbeileffekt (relevant nur bis Ende 2011)

Habt Ihr als Kind im Kalenderjahr ein Einkommen von mehr als 8.004 Euro (seit 2010), so entfällt der Kindergeldanspruch – und zwar für das gesamte Kalenderjahr. Achtung: Berücksichtigt wird nur Einkommen aus Kalendermonaten, in denen eine Kindergeldberechtigung bestand. Gleichzeitig sinkt die Einkommensgrenze für jeden Monat ohne Kindergeldberechtigung um ein Zwölftel. Mehr dazu unten c).

Steht zu Beginn des Jahres bereits fest, dass Ihr ein höheres Einkommen erzielen werdet, erhalten Eure Eltern für Euch erst gar kein Kindergeld. Häufiger ist jedoch der Fall, dass Ihr Euer Jahreseinkommen noch nicht kennt bzw. in Eurer Prognose unter der Grenze bleibt und erst mal Kindergeld gezahlt wird. Schaut die Familienkasse nach Ablauf des Jahres dann noch mal genauer, wie hoch das Einkommen tatsächlich war und stellt sich erst bei dieser Gelegenheit heraus, dass Ihr die Grenze überschritten habt, entfällt der Kindergeldanspruch rückwirkend. Eure Eltern werden also zur Rückzahlung des gesamten Kindergeldes für das abgelaufene Jahr aufgefordert. Dass dies wenig Freude bereitet und ggfls. große Löcher in die Haushaltskasse reißt, liegt auf der Hand. Von daher tut Ihr gut daran, wenn Ihr die Einkommensgrenze stets im Auge habt. Es genügt ein einziger Euro Einkommen über der Grenze, um einen Berg von Schulden zu produzieren! (Deshalb auch “Fallbeileffekt”) Mitzudenken ist z. B. auch die Auszahlung von Weihnachtsgeld o.ä.

Ein Verzicht auf Einkünfte oder Bezüge bleibt im Kindergeldrecht übrigens unberücksichtigt. Selbst dann, wenn Ihr also zur Freude Eures Arbeitgebers auf Euer Weihnachtsgeld verzichtet, weil das Überschreiten der Einkommensgrenze droht, wird das nicht helfen, die Rückforderung abzuwenden.

In der Vergangenheit wurde immer wieder bezweifelt, ob der Fallbeileffekt verfassungsgemäß ist. Der letzte Stand dazu im Artikel Bundesverfassungsgericht nimmt Verfassungsbeschwerde nicht an: “Fallbeileffekt” der Einkommensgrenze beim Kindergeld bleibt.

b) Abzüge vom Einkommen (relevant nur bis Ende 2011)

Bei dem Betrag von 8.004 handelt es sich um das Nettoeinkommen. Brutto könnt Ihr durchaus noch einige Euro mehr verdienen. Wer z. B. Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit hat, kann im Kalenderjahr allein 1000 Euro pauschal für Werbungskosten von seinem Bruttoeinkommen abziehen. Bis einschließlich 2010 lag die Werbungskostenpauschale bei 920 Euro. Sind die Werbungskosten nachweisbar (!) höher, so kann dies anstelle der Pauschale geltend gemacht werden. Hinzu kommen Abzüge für die Sozialversicherung. (Achtung: Es können nicht unbedingt alle Versicherungsbeiträge abgezogen werden! Nähere Ausführungen dazu z. B. in der Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf vom 28.10.2011, Az. 3 K 1332/09 Kg.)

Abziehen könnte Ihr außerdem sog. besondere Ausbildungskosten. Das sind solche Kosten, die durch die Ausbildung bedingt sind. Dazu gehören Aufwendungen für

  • Fahrten zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte
  • Bücher, die für die Ausbildung benötigt werden
  • Arbeitsmittel
  • Studiengebühren
  • den bei der Rückmeldung ins folgende Semester zu entrichtenden Verwaltungskostenbeitrag (nach der Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 22.09.2011, Az. III R 38/08, sogar Aufwendungen für den kompletten Semesterbeitrag inkl. Semesterticket)
  • ein Auslandsstudium.

Achtung: Obwohl die besonderen Ausbildungskosten in der Sache den Werbungskosten vergleichbar sind, können sie nicht als Pauschbetrag geltend gemacht, sondern müssen im Einzelnen nachgewiesen werden. Erhaltet Ihr z. B. von einer Stiftung Geld, um speziell die o.g. Kosten zu decken (Beispiel: Büchergeld), so wird dieser Betrag entsprechend gegengerechnet. Gebt Ihr für Bücher also 200 Euro aus und bekommt Büchergeld iHv 150 Euro, so könnt Ihr nur den verbleibenden Betrag von 50 Euro abziehen.

Wer ein eigenes Kind hat, kann die dadurch entstehenden Unterhaltskosten sowie erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten abziehen, sofern die Kosten nicht bereits durch Geldzahlungen abgedeckt sind, z. B. den Kinderbetreuungszuschlag nach dem BAföG.

c) Anteilige Einkommensgrenze und -berücksichtigung in Jahren ohne 12 Monate Kindergeldberechtigung (relevant nur bis Ende 2011)

Auch wenn die genannten Abzüge die Einkommensgrenze faktisch erhöhen, ist Vorsicht geboten: Die Grenze von 8.004 Euro setzt nämlich voraus, dass Ihr 12 Monate im Kalenderjahr kindergeldberechtigt seid. Ist dies nicht der Fall, so verringert sich der Betrag jeweils um ein Zwölftel für jeden Monat, in dem Eure Eltern kein Kindergeld für Euch beziehen können.

Beispiel: Von Januar bis März 2010 gibt es für Euch kein Kindergeld, weil Ihr Zivildienst gemacht habt. Im April 2010 beginnt Ihr dann ein Studium ohne Zulassungsbeschränkung und seid in Ausbildung. Für das Kalenderjahr reduziert sich die Einkommensgrenze um drei Zwölftel von 8.004 Euro, also um 2.001 Euro, weil in drei Monaten des Jahres die Voraussetzungen für den Bezug von Kindergeld nicht vorliegen. Ihr dürft also nur noch 6.003 Euro im Jahr verdienen. Dabei bleibt Einkommen außer Betracht, welches Ihr in den Monaten ohne Kindergeld erzielt habt. Die Vergütung des Zivildienstes wird also nicht berücksichtigt. Außer: siehe nächster Absatz!

Achtung Falle: Es gibt einige Fälle, bei denen man länger als vielleicht erwartet prinzipiell kindergeldberechtigt ist. Das ist bspw. der Fall, wenn man schon einen Ausbildungs- oder Studienplatz gefunden hat, ihn aber erst in einigen Monaten antreten kann (Details siehe hier). Oder wenn man nach dem “normalen” Studium mit einem Promotionsstudium weiter macht (vgl. hier). In beiden Fällen ist man (schon oder weiterhin) kindergeldberechtigt. Wenn man in dieser Zeit höhere Einkünfte erzielt, kann dies von Nachteil sein. Denn die Einkünfte werden beim Kindergeld angerechnet und man kann so insgesamt die Einkommensgrenze überschreiten. Ist letzteres der Fall, kann es für das ganze Kalenderjahr kein Kindergeld geben oder man muss schon erhaltenes sogar nachträglich zurückzahlen.

d) Was zählt als Einkommen? (relevant nur bis Ende 2011)

Zum Einkommen gehören Einkünfte und Bezüge.

Einkünfte(Auflistung ist nicht abschließend):

  • Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit – auch ein Praktikum gehört dazu (abzgl. Werbungskosten von mind. 1000 Euro im Kalenderjahr)
  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (abzgl. Betriebsausgaben)
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen (abzgl. Werbungskosten)
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Sachbezüge und Taschengeld während eines sozialen oder ökologischen Jahres (abzgl. Werbungskosten von mind. 1000 Euro im Kalenderjahr)
  • (Halb-)Waisenrente (abzgl. eines Pauschbetrages von 102 Euro)

Bezüge(Auflistung ist nicht abschließend):

Arbeitslosengeld I Arbeitslosengeld II und Sozialgeld Mutterschaftsgeld

  • BAföG (nur der Zuschuss-Anteil, beim normalen Studierenden-BAföG also die Hälfte. Achtung: Der Kinderbetreuungszuschlag wird zwar komplett als Zuschuss gezahlt, bleibt aber unberücksichtigt, vgl. dazu Newsletter des Bundeszentralamts für Steuern Juni 2009. Wann es sonst einen Zuschuss gibt, könnt Ihr hier nachlesen.)
  • Geld- und Sachbezüge im Rahmen eines Au-Pair-Verhältnisses im Ausland
  • Studienbeihilfen oder Stipendien, die von Privatpersonen oder von Stiftungen des Privatrechts gezahlt werden, sofern es sich nicht um Bezüge für besondere Ausbildungszwecke handelt (z. B. Büchergeld)

Von der Summe der Bezüge kann pro Kalenderjahr ein Betrag von mind. 180 Euro abgezogen werden.

Unberücksichtigt bleiben(Aufzählung ist nicht abschließend):

  • Unterhaltsleistungen der Eltern
  • Erziehungsgeld
  • Elterngeld (in Höhe des Mindestbetrages von 300 Euro je Kind)
  • Mutterschaftsgeld nach der Entbindung, wenn es auf das Elterngeld angerechnet wurde
  • BAföG, sofern es als Staats- oder Bankdarlehen gezahlt wird
  • Der Kinderbetreuungszuschlag im Rahmen des BAföG (s.o. unter Bezüge)
  • Einnahmen bis zu 2.100 Euro/Jahr aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Erzieher, Betreuer oder Ausbilder, aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten oder aus der nebenberuflichen Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen (vgl. § 3 Nr. 26 EStG) [„Übungsleiterpauschale“]
  • Bezüge für besondere Ausbildungszwecke, also z. B. Büchergeld, das Euch von einer Stiftung gezahlt wird, oder Geld zur Finanzierung der Reisekosten und Studiengebühren bei einem Auslandsstudium

e) Neuregelung ab 2012

Im September 2011 hat der Bundesrat dem sog. Steuervereinfachungsgesetz zugestimmt und damit den Weg frei gemacht für eine deutliche Erleichterung beim Kindergeld, die ab 2012 in Kraft tritt: Die Einkommens- und Bezügegrenze bei volljährigen Kinder entfällt!

Seit 2012 werden volljährige Kinder, die sich in Ausbildung befinden, auf einen Ausbildungsplatz warten oder sich in der Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden, danach unterschieden, ob sie schon eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben oder nicht.

Kinder, die weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen haben, werden immer berücksichtigt, unabhängig davon, wie viel sie jobben und wie viel Geld sie verdienen.

Kinder mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mit abgeschlossenem Studium werden nur dann berücksichtigt, wenn sie keiner “schädlichen” Erwerbstätigkeit nachgehen.

Unschädlich ist eine Erwerbstätigkeit dann, wenn

  • die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit unter 20 Stunden liegt oder
  • das Kind sich in einem Ausbildungsdienstverhältnis befindet (z. B. Juristen oder Lehrer im Referendariat) oder
  • das Kind einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht. Siehe dazu der Artikel Jobben neben dem Studium.

5. Wie hoch ist das Kindergeld?

Wie viel Kindergeld gezahlt wird, hängt davon ab, um das wievielte kindergeldberechtigte Kind es sich handelt. Dabei beginnt die Zählung mit dem zuerst geborenen Kind. Kinder, für die Eure Eltern kein Kindergeld beziehen können (weil sie z. B. die Altersgrenze überschritten haben), werden nicht mitgezählt.

Kindergeldbeträge 2010/11/12 2009 2008
1. Kind 184 Euro 164 Euro 154 Euro
2. Kind 184 Euro 164 Euro 154 Euro
3. Kind 190 Euro 170 Euro 154 Euro
jedes weitere Kind 215 Euro 195 Euro 179 Euro

6. Wann endet der Anspruch?

Der Anspruch auf Kindergeld endet zunächst mit dem Monat, in dem Ihr 18 Jahre alt werdet. Gehört Ihr danach zu einer der oben unter Punkt 2 und 3 genannten Personengruppen, so gibt es auf Antrag auch darüber hinaus Kindergeld. In diesem Fall endet der Anspruch entweder dann, wenn Ihr die jeweils relevante Altersgrenze erreicht oder die sonstigen Voraussetzungen wegfallen, die den Kindergeldanspruch begründen. Konnten Eure Eltern beispielsweise Kindergeld für Euch beziehen, weil Ihr eine Ausbildung gemacht habt, so fällt diese Voraussetzung weg, wenn Ihr die Ausbildung abschließt.

Ist die Altersgrenze entscheidend für das Ende des Anspruchs, so erfolgt die letzte Kindergeldzahlung in dem Monat, in den der Geburtstag fällt, mit dem Ihr die Altersgrenze überschreitet. Bei studierenden Kindern ist das in aller Regel der Monat, in dem sie 25 Jahre alt werden. Habt Ihr Wehr- oder Zivildienst geleistet, verschiebt sich das Ende des Anspruchs entsprechend nach hinten.

Ist das Ende der Ausbildung maßgeblich für das Ende der Kindergeldberechtigung, so erfolgt die letzte Zahlung in der Regel in dem Monat, in dem Ihr offiziell über das Ergebnis der Abschlussprüfung benachrichtigt werdet. Ihr müsst während der Prüfungszeit nicht eingeschrieben sein, um Kindergeld erhalten zu können. Bei Schüler/innen fällt das Ende der Kindergeldberechtigung mit dem Ende des Schuljahres zusammen, in dem der Schulabschluss erworben wird.

Achtung: Auch dann, wenn Ihr nach Abschluss des Studiums weiterhin eingeschrieben bleibt, endet die Kindergeldberechtigung. Etwas anderes gilt nur dann, wenn Ihr ernsthaft und zielstrebig ein zweites Studium beginnt. Die Kindergeldberechtigung endet in diesem Fall spätestens mit Erreichen der Altersgrenze.

Bis einschließlich 2011 entfiel der Kindergeldanspruch schließlich auch dann, wenn Ihr die Einkommensgrenze überschritten hattet. Wurde dies erst im Nachhinein für das abgelaufene Kalenderjahr festgestellt, muss(te) das Kindergeld für das ganze Jahr zurückgezahlt werden! Siehe dazu oben 4. a) ff..

Ab 2012 entfällt der Kindergeldanspruch bei Kindern, die schon eine Berufsausbildung oder ein Studium absolviert haben, dann, wenn sie einer schädlichen Erwerbstätigkeit nachgehen. Vgl. dazu oben Punkt 4. e).

7. Wer erhält das Kindergeld?

Das Kindergeld soll zwar Euch zugutekommen, anspruchsberechtigt sind aber normalerweise Eure Eltern. Sie müssen folglich auch den Antrag auf Kindergeld stellen. Beziehen kann das Kindergeld immer nur ein Elternteil. Leben die Eltern mit ihren Kindern in einem Haushalt zusammen, können sie unter sich vereinbaren, wer von ihnen das Kindergeld bezieht. Leben die Eltern getrennt, bekommt das Kindgeld für ein konkretes Kind derjenige, bei dem das Kind lebt. Wohnt das Kind nicht mehr bei seinen Eltern, sondern hat z. B. seine eigene Studentenbude, beantragt der Elternteil das Kindergeld, der laufend (den höheren) Barunterhalt an das Kind zahlt. Zahlen beide Eltern Barunterhalt in der gleichen Höhe oder zahlen sie beide keinen Barunterhalt, weil sie selbst bedürftig sind, können sie unter sich vereinbaren, wer das Kindergeld bezieht.

Um sicherzustellen, dass das Kindergeld am Ende wirklich bei Euch ankommt, könnt Ihr in bestimmten Fällen beantragen, dass es direkt an Euch ausgezahlt wird (sog. Abzweigung):

  • wenn Eure Eltern Euch trotz bestehender Unterhaltsverpflichtung (nicht nur vereinzelt, sondern dauernd) keinen oder nur unregelmäßig Unterhalt zahlen;
  • wenn Eure Eltern ihrer Unterhaltspflicht mit einem geringeren Betrag als dem anteiligen Kindergeld nachkommen;
  • wenn Eure Eltern nicht genug Einkommen haben, um Euch Unterhalt zu zahlen.
  • wenn Eure Eltern keinen Unterhalt zahlen, ihre Unterhaltspflicht damit aber nicht verletzen, weil sie Euch bereits eine angemessene Ausbildung finanziert haben. (Mehr dazu im Unterhaltsartikel.)

Abgezweigt wird in diesen Fällen der Betrag, der sich bei gleichmäßiger Verteilung des gesamten Kindergeldes auf alle Kinder ergibt.

Eure Eltern erhalten vor der Abzweigung des Kindergeldes an Euch die Gelegenheit, sich zu dem Auszahlungsantrag zu äußern.

8. Wie wirkt sich das Kindergeld auf den Unterhaltsanspruch gegen die Eltern aus?

Während Eurer ersten (ggfls. auch noch bei einer weiteren) berufsqualifizierenden Ausbildung habt Ihr einen Unterhaltsanspruch gegen Eure Eltern. Beziehen Eure Eltern gleichzeitig für Euch Kindergeld, stellt sich die Frage, ob das Kindergeld mit dem Unterhalt verrechnet werden kann. Hierzu gibt es seit dem 1.1.2008 endlich eine klare Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1612b BGB). Aus ihr ergibt sich zunächst, dass Euch das Kindergeld in voller Höhe zusteht. Ihr könnt also von Euren Eltern verlangen, dass sie das Kindergeld an Euch weiterleiten. Zugleich mindert das Kindergeld Euren Barbedarf, also den Geldbetrag, den Ihr als Studierende/Auszubildende zum Leben braucht. Nur für den verbleibenden Betrag müssen Eure unterhaltspflichtigen Eltern aufkommen – und zwar anteilig entsprechend ihrem Einkommen. Im Ergebnis finanziert Ihr also Euren Lebensunterhalt mit dem Kindergeld und den Unterhaltszahlungen Eurer Eltern und Eure Eltern werden entlastet, weil ein Teil Eures Bedarfs bereits durch das Kindergeld abgedeckt wird. Siehe auch die entsprechenden Ausführungen im Artikel “Der Unterhaltsanspruch volljähriger Kinder gegen ihre Eltern”. Reicht das Einkommen Eurer Eltern nicht aus, um Euren Unterhalt zu finanzieren, könnt Ihr BAföG beantragen.

9. Antragstellung

Der Kindergeldantrag muss schriftlich (!) bei der zuständigen Familienkasse gestellt werden. Diese ist in der Regel bei der Agentur für Arbeit angesiedelt. Für Angehörige des öffentlichen Dienstes ist in vielen Fällen die Besoldungs-/Vergütungsstelle zuständig.

Antragsformulare, ein Ortsverzeichnis der Familienkassen und weitere Informationen gibt es auf der Website der Arbeitsagentur.

Seit Oktober 2009 gibt es die Möglichkeit, den Kindergeldantrag online zu stellen. Die Daten werden gleich übermittelt, damit der Antrag aber wirklich Gültigkeit erlangt, muss er doch noch ausgedruckt und unterschrieben werden und schließlich per Post eingeschickt werden: https://formular.arbeitsagentur.de/

10. Weiterführende Links zum Thema

Quelle: http://www.studis-online.de Stand: 01.2012

Stipendien

Deutschlandstipendium

Im Rahmen des Nationalen Stipendienprogramms werden an der Technischen Fachhochschule Georg Agricola zur Förderung begabter Studierender, die hervorragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen, bis zu 8 Stipendien ausgeschrieben. Die Stipendien werden jeweils zur Hälfte aus Mitteln privater Förderer (Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen) und aus Mitteln des Bundes finanziert. Alle Infos zum Deutschlandstipendium an der TFH

Hans Böckler Stiftung

Die Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fördert Studierende, vorrangig aus Arbeitnehmerkreisen oder des zweiten Bildungswegs. Die Stiftung will damit die Hochschule für Berufserfahrene öffnen und gleichzeitig zur Chancengleichheit im Bildungswesen beitragen. Mit der Förderung verbindet die Stiftung den Wunsch, dass die Stipendiat/innen nach dem Studium soziale Verantwortung in der Gesellschaft wahrnehmen. Die Hans-Böckler-Stiftung unterstützt 1.600 Stipendiat/innen und ist damit eine der größten deutschen Begabtenförderungseinrichtungen.

Informationen zur Hans-Böckler-Stiftung erteilt der Vertrauensprofessor: Prof. Dr. iur. Hans-Hermann Wohlgemuth, Tel. (0234) 968 3388, wohlgemuth  (at)  tfh-bochum.de

Absolventa e.V. – “Das Demokratische Stipendium”

Das Demokratische Stipendium des ABSOLVENTA e.V. fördert Einzelpersonen und übernimmt Kosten im Rahmen des Studiums bis zu einer Gesamthöhe von 5.000 Euro. Studierende können sich unabhängig von ihren Studiennoten bewerben – was zählt ist die Motivation. Über die Gewährung des Stipendiums entscheidet eine Abstimmung. Weitere Informationen unter www.stipendium.de.

Köppchen-Stiftung

Die RWE Net AG unterstützt mit der Prof. Dr. Köppchen-Studienstiftung Studierende des Studiengangs Elektro- und Informationstechnik/ Studienrichtung Energietechnik. Die Semesterstipendien liegen zwischen 588,00 und 1023,00 Euro, je nach Leistung und Bedürftigkeit des Studierenden.

Informationen und Anträge gibt es im Sekretariat der Elektro- und Informationstechnik, Tel. (0234) 968 3263

Thekla-Mentoring-Projekt

Mit dem Mentoring-Projekt “Thekla” wollen die Bochumer Hochschulen gezielt Studentinnen der Natur- und Ingenieurwissenschaften unterstützen. Sie vermitteln Kontakte zu Mentorinnen aus Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft und Behörden und stellen damit ein berufliches Netzwerk her. Die Mentorinnen stehen den Studentinnen ein Jahr als Gesprächspartnerinnen für fachliche und berufsrelevante Fragen zur Verfügung, geben ihnen einen Einblick ins Unternehmen und vermitteln Praktika.

Informationen zum Mentoring-Projekt: Ruhr-Universität Bochum, Anika Steinberger (Thekla Mentoring Berufsorientierung), Tel.: (0234) 32 – 27 728, thekla  (at)  ruhr-uni-bochum.de http://www.ruhr-uni-bochum.de/mentoring

Technische Fachhochschule, Brigitte Markner-Jäger (Gleichstellungsbeauftragte der TFH), Tel. (0234) 968 3314 markner-jaeger  (at)  tfh-bochum.de

Weitere Quellen zum Thema Stipendien: – http://www.stipendien-tipps.dehttp://www.mystipendium.de

 

 

Quelle: tfh-bochum.de Stand: 08.2013